Nachdem der Vorsprung des Engländers am Sonntag im regnerischen Cog Hill Golf & Country Club zwischenzeitlich auf fünf Schläge angewachsen war, wurde es allerdings noch einmal eng. Am 17. Abschlag waren die beiden Australier John Senden (-11) und Geoff Ogilvy (-10) bis auf einen bzw. zwei Schläge herangekommen.
Doch Rose hatte nicht vier Tage lang exzellentes Golf gespielt, um sich dann seinen dritten Turniersieg auf der PGA TOUR noch entreißen zu lassen. Der Sieger der European Tour Order of Merit 2007 hielt dem großen Druck stand und chippte am 17. Grün mit einem Zauberschlag zum Birdie ein. Der 31-Jährigen hatte damit vor dem letzten Loch des Turniers ein beruhigendes Polster. Vier Schläge später war Rose BMW Champion, um 1.440.000 US-Dollar reicher und in der FedExCup-Wertung vom 34. auf den dritten Platz geklettert. Zur TOUR Championship reist der Engländer damit als einer der Favoriten.
Den zweiten Platz sicherte sich Senden vor Ogilvy. Auch die beiden Australier machten im FedExCup-Ranking einen gewaltigen Sprung und brachten die Qualifikation für das Saisonfinale in Atlanta unter Dach und Fach.
Seine Hoffnungen auf den Gesamtsieg beim FedExCup hat der Weltranglistenerste Luke Donald am Leben erhalten. Nach einer katastrophalen Auftaktrunde (75, +4) zeigte der Engländer, warum er derzeit der beste Golfer der Welt ist und kam noch auf den vierten Rang. Der Sieger der BMW PGA Championship 2011 gehört damit zu den fünf Spielern, die mit einem Sieg in East Lake in der kommenden Woche automatisch den FedExCup gewinnen würden.
Dies gilt natürlich auch für den Spitzenreiter der Saisonwertung: Webb Simpson kam in Cog Hill wieder zu einer exzellenten Platzierung, der US-Amerikaner wurde mit einem Score von 7 unter Par Fünfter. BMW Championship Titelverteidiger Dustin Johnson (USA, +14) erlebte zwar ein rabenschwarzes Turnier, bleibt im FedExCup-Ranking aber auf dem zweiten Rang. Der – neben Simpson, Johnson, Rose und Donald – fünfte Spieler, der bei der TOUR Championship sein Schicksal in der eigenen Hand hat, ist der US-Amerikaner Matt Kuchar, der in Chicago geteilter 22. (Even Par) wurde.
Was auch immer in Atlanta geschieht, die PGA TOUR wird einen neuen FedExCup-Champion bekommen: Für Titelverteidiger Jim Furyk (USA, Even Par) war eine verpatzte 76er-Finalrunde zu wenig, um sich für das Saisonfinale zu qualifizieren.